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Lune Rouge

Erik Truffaz


Der französische Trompeter Erik Truffaz wird gern als legitimer Epigone Miles Davis‘ bezeichnet, und er selbst nannte den Gottvater der Jazz-Trompete als »Picasso des Jazz«. In Truffaz‘ Spiel und seinen bevorzugt klaren, nahezu sphärischen Tönen hört man diese Geistesverwandtschaft zweifellos heraus.

Nun hat Truffaz mit seinem langjährigen Quartett, bestehend aus Marcello Giuliani, Benoit Corboz und dem 2015 neu hinzugekommenen Drummer Arthur Hnatek ein neues Album mit dem Titel Lune Rouge, zu Deutsch: »Blutmond«, eingespielt. Das Album wird seinem Titel durchaus gerecht, denn es herrscht eine fast mystische Stimmung, in der Stille, Schwebendes und Improvisation die Hauptrolle spielen.

Lune Rouge ist vielleicht die bislang beste Platte des Quartetts, sicherlich die reinste, getaucht in Ocker-Licht, mit eingeträufelter tellurischer Kraft. Es ist ein unbekannter Ort, von dem wir wissen, dass wir ihn lange gesucht haben.    

CD     :  27.-
2 LPs :   35.-      
Vö     :   18.10.2019

 

 

Characters On A Wall

Louis Sclavis


Auf Louis Sclavis' 13. ECM-Aufnahme findet der französische Klarinettist Inspiration aus zwei Quellen - der Straßenkunst von Ernest Pignon-Ernest und der interpretativen Originalität eines großartigen neuen Quartetts. Pignon-Ernests Arbeiten waren zuvor Gegenstand von Sclavis' hochgelobter 2002er Aufnahme Napoli's Walls.

Diesmal betrachtet Sclavis ein breiteres Spektrum der in-situ-Collagen des Künstlers von Ramallah bis Rom, auf der Suche nach »einer Dynamik, einer Bewegung, die einen Rhythmus, eine Emotion, ein Lied hervorbringt«. In der Sclavis-Band machen die begabte Bassistin Sarah Murcia und der expressive Schlagzeuger Christophe Lavergne zusammen mit dem Pianisten Benjamjn Moussay (einem wichtigen Mitspieler auf Sources und Silk And Salt Melodies) dies zum ersten Mal möglich, als Sclavis - auf charakteristisch individuelle Weise - das klassische Jazzformat aus Holzbläser, Piano, Bass und Schlagzeug auf einer ECM-CD erforscht.

CD:   25.- / 20.09.2019
LP :   35.- / 11.10.2019

 

 

Harmony

Bill Frisell


Wieder ein typisch entrückt-magisches Frisell-Meisterwerk mit Gitarrenkunst, atmosphärischen Vocals und einer genialen Songauswahl aus Jazz und Folk. Mit seinem Blue-Note-Debüt verspricht Bill Frisell ein wenig Harmonie in unsere unharmonischen Zeiten zu bringen. Auf "Harmony" präsentiert der Gitarrist, der bereits auf Blue-Note-Alben von u. a. Norah Jones, John Scofield und Charles Lloyd mitspielte, ein Programm aus Eigenkompositionen, einer gemeinsamen Komposition mit Elvis Costello und Jazz- und Folk-Klassikern. Zu hören ist Frisell mit einem neuen Quartett aus Sängerin und Geigerin Petra Haden (Tochter von Charlie Haden), Cellist und Vokalist Hank Robertson sowie Multiinstrumentalist und Sänger Luke Bergman. "Ich liebe es, wie Bill die Vorstellungen, die man von Genres hat, zerschlägt", lobt Blue-Note-Präsident Don Was den Neuzugang des Labels. "Er ist ein Musiker, der viele Sprachen beherrscht und alles unter einen Hut bringt."    

CD:   25.- / 4.10.2019
LP :   39.- / 8.11.2019

 

 

Rubberband

Miles Davis


Vor 34 Jahren nahm Miles Davis ein besonderes Album auf. Es wurde jedoch nie veröffentlicht. Bis heute. 2019 kommt »Rubberband«.

Als Davis 1985 mit den Produzenten Randy Hall und Zane Giles in die Ameraycan Studios in Los Angeles ging und die Sessions für »Rubberband« begannen, entschied sich der amerikanische Jazz-Trompeter für eine gänzlich andere musikalische Ausrichtung als bisher: Funk und Soul. Unterstützung bekam der Musiker im Studio von den Keyboardern Adam Holzman, Neil Larsen und Wayne Linsey, dem Saxofonisten Glen Burris, Schlagzeuger Vince Wilburn, Jr. und dem Perkussionisten Steve Reid.

Nach den Aufnahmen wurde das Album jedoch nicht fertiggestellt. Stattdessen spielte Davis direkt sein nächstes Album »Tutu« ein. So gerieten die »Rubberband«-Songs weitestgehend in Vergessenheit.

Bis jetzt, denn die Produzenten Hall und Giles stellten das Album zusammen mit Davis’ Neffen Vince Wilburn, Jr. nach mehr als 30 Jahren nun endlich fertig.

Elf Stücke warten auf »Rubberband«, mit Gastbeiträgen von Sänger Randy Hall und den Sängerinnen Ledisi und Lalah Hathaway, die Töchter von Soulikone Donny Hathaway.

Das Cover des Albums zeigt ein Originalgemälde von Miles Davis aus der Zeit der Aufnahmen.

CD    :   25.-
2 LPs:   39.-
Vö    :   6.9.2019

 

 

Dream Time

Abdullah Ibrahim (Dollar Brand)


Der südafrikanische Pianist Abdullah Ibrahim hat in seiner neuen Heimat Bayern eine Solo-CD eingespielt: »Dream Time« ist ein auf leise Art mitreißender Konzertmitschnitt, der sich als eines der schönsten Selbstporträts dieses Musikers hören lässt. Ein Meister des Übergangs ist dieser Musiker, der bald 85-jährige Pianist Abdullah Ibrahim, geboren am 9. Oktober 1934 in Kapstadt, Südafrika. Ein Pianist, dessen Konzerte in jüngerer Zeit stets einen ganz langen Atem haben: Eine Melodie geht nonstop in die nächste über, eine gute Stunde lang, und das Ganze entwickelt eine Schönheit, die eine spirituelle Kraft hat. Diese Musik geht weit über ihre Töne hinaus.          

CD:   27.-
Vö :   18.10.2019

 

 

53

Jacky Terrasson


Mit seinem Alter hat der amerikanisch-französische Weltklasse-Pianist Jacky Terrasson scheinbar kein Problem und macht es ganz selbstbewusst zum Titel seines 15. Albums in einer immerhin seit 30 Jahren blühenden Karriere.

Relaxed und dennoch ausgefeilt sind die sechzehn neuen Tracks mit seinem Trio. Die mischen Modern Jazz, Latin und verdammt starke Melodien aus der Feder des Leaders. Ein moderner Meister - jetzt auf Blue Note!    

CD:   25.-
Vö :   27.9.2019


 

 

Common Practice: Live At The Village Vanguard 2017

Ethan Iverson & Tom Harrell


Das neueste ECM-Album mit dem Pianisten Ethan Iverson - nach der letztjährigen Duo-Aufnahme mit dem Saxophonisten Mark Turner, Temporary Kings, und zwei allenthalben gelobten CDs mit dem Billy Hart Quartett - präsentiert den in Brooklyn lebenden Künstler an der Spitze seines eigenen Quartetts in einem Programm aus Standards und Blues, das live im Manhattaner Jazzclub Village Vanguard aufgenommen wurde.

Iverson's Quartett für Common Practice Praxis beinhaltet als wichtigste melodische Stimme den Veteranen Tom Harrell, der 2018 von der U. S. Jazz Journalists Association zum Trompeter des Jahres gewählt wurde. Iverson preist die Qualität poetischer »Verletzlichkeit« in Harrells Spiel, insbesondere in Balladen wie »The Man I Love« und »Polka Dots and Moonbeams«, zwei der Highlights des Albums. Dank des hochkarätigen Rhythmusteams aus Bassist Ben Street und Schlagzeuger Eric McPherson, dessen subtiler Einfallsreichtum dazu beiträgt, Denzil Best's Bebop-Groover »Wee« und zwei unwiderstehlich bluesige Iverson-Originale voranzutreiben, vibriert Common Practice vor mit überschwänglichem Swing.    

CD:   25.-
Vö :   20.9.2019

 

 

Blue World

John Coltrane


Im Juni letzten Jahres veröffentlichte Impulse! Records "Both Directions At Once", ein "verlorenes Album" von Jazz-Legende John Coltrane. Es landete auf Platz 21 der US-Billboard-Charts, führte die Jazz-Charts auf der ganzen Welt an und brachte Coltrane auch hierzulande in die Top-20 der Pop-Charts. Bis dato hat "Both Directions At Once" weltweit mehr als eine Viertelmillion Alben verkauft.Obwohl es schien, dass es sich um einen Jahrhundertfund handelte, hat das Schicksal jetzt ein zweites "Coltrane-Ass" aus dem Ärmel gezogen, denn es fand sich ein weiteres Tonband einer bislang komplett unveröffentlichten Session des Meisters.
1964, im Jahr von "A Love Supreme", gingen John Coltrane und sein Classic Quartet (McCoy Tyner, Jimmy Garrison, Elvin Jones) in Rudy Van Gelders Studio und nahmen die Musik für einen heute vergessenen kanadischen Film auf, bestehend aus grandiosen, bislang noch nie gehörten Coltrane-Kompositionen wie "Blue World" und Neuaufnahmen von Coltrane-Klassikernwie "Naima".
Ein großer Coltrane-Moment, der lang auf seine Entdeckung warten musste!. Bis jetzt!

CD    :   25.-
2 LPs:    32.-
Vö     :   27.9.2019

 

 

Sun On Sand

Joshua Redman & Brooklyn Rider


Es geht ums Licht: »Sun On Sand«, das neue Album von Joshua Redman und Brooklyn Rider enthält 8 Kompositionen aus einer Suite des Komponisten Patrick Zimmerli. Jedes einzelne Stück der Suite, die 2014 in der Londoner Wigmore Hall uraufgeführt wurde, stellt einen unterschiedlichen Ausdruck von Licht dar. Das Stück »Between Dog And Wolf« wurde beispielhaft nach einer französischen Bezeichnung für die Abenddämmerung benannt. »Sun On Sand« ist die zweite Zusammenarbeit zwischen Redman und Zimmerli, der die Orchester-Arrangements für Redmans Kompositionen zum 2013 erschienen Album »Walking Shadows« schrieb.

Aus New York stammend, lebt und arbeitet der Komponist und Saxofonist Patrick Zimmerli abwechselnd in Paris und in seiner Heimatstadt. Seine Musik findet an der Wegkreuzung zwischen Klassischer Musik und modernem Jazz statt. Zimmerlis Kollaborationen umfassen Arbeiten mit etlichen international bedeutsamen Musikern wie Brad Mehldau, zu dessen »Modern Music«-Album mit Kevin Hays er Kompositionen beisteuerte. Außerdem arbeitete er mit Brian Blade, Luciana Souza, Ethan Iverson, The Knights und dem Escher String Quartet. Seine Werke wurden unter anderem in der Carnegie Hall und der Town Hall in New York, dem Salle Pleyel in Paris, dem Großen Saal des Konzerthauses Wien, im Sala von São Paulo und im SFJazz-Center in San Francisco aufgeführt.

CD:   25.-
Vö :   4.10.2019

 

 

Ballades

Ahmad Jamal


Den 1930 in Pennsylvania geborenen Ahmad Jamal muss man vermutlich nicht mehr vorstellen. Ein jeder, der sich mit dem Jazz beschäftigt, ist diesem Namen - zwangsläufig - schon begegnet. Mit 17 Jahren war der Piano-Virtuose bereits professioneller Musiker; er gründete Quartette und dann Trios, und den Durchbruch seiner Karriere erlebte er mit dem Album »At The Pershing« (1958). Das Album hielt sich unglaubliche 108 Wochen in den Billboard-Charts.

In den nächsten vier Jahrzehnten machte Jamal Ausflüge in die Elektronik und arbeitete im Gegenzug mit Streichern zusammen, um sich dann in den 80er und 90er Jahren wieder als Meister des akustischen Klaviertrios zu präsentieren. Die Alben, die er für das Birdology-Label aufnahm, vor allem die große Trilogie »The Essence«, sind zeitgenössische Jazz-Klassiker, und seine neueste Aufnahme bestätigt, dass er im Alter von 89 Jahren immer noch auf dem Höhepunkt seiner schöpferischen Kräfte bleibt. Folgerichtig erhielt Jamal, den Miles Davis mal als seine »größte Inspiration« beschrieb, für sein Lebenswerk den Lifetime Achievement Grammy Award.

Sein neues Album »Ballades« ist primär Ahmad Jamal solo am Klavier. Nur bei drei Stücken wird er vom Bassisten James Cammack begleitet.          

CD:   25.-
LP :   39.-
Vö :   13.9.2019

 

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