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Kammerkantaten "La Lyra d'Orfeo & Arpa Davidica" (Deluxe-Edition / Hardcover-Booklet)

Jakub Jozef Orlinski, Philippe Jaroussky, Valer Sabadus, Veronique Gens, Celine Scheen, Giuseppina Bridelli, L'Arpeggiata, Christina Pluhar


Luigi Rossi schrieb eine der ersten Opern, die je in Frankreich aufgeführt wurden, sein Werk umfasst eine bisher kaum erschlossene Fülle edelster Barockmusik, und er begeisterte seine Zeitgenossen nur als Komponist, sondern auch als Sänger und Lautenvirtuose. Dass sein Name heute so gut wie vergessen ist, gehört zu den großen Ungerechtigkeiten der Geschichte, mit der Pioniere der Alten Musik zum Glück aufräumen. Die Lautenistin, Ensembleleiterin und Musikforscherin Christina Pluhar verhilft nun Rossi zu neuen Ehren – und das mit hervorragend besetzten Einspielungen einiger seiner mehr als 300 Kammerkantaten. Unter diesen reizvollen barocken „Miniopern“ befinden sich nicht weniger als 21 Weltersteinspielungen!

Für die Produktion hat Christina Pluhar eine Fülle an höchst renommierten Gesangssolisten um ihr Ensemble L’Arpeggiata geschart, die man auf der Bühne selten zusammen erleben kann. Die Sopranistinnen Véronique Gens, Céline Scheen und Giuseppina Bridelli sowie die Countertenöre Philippe Jaroussky, Jakub Józef Orliński und Valer Sabadus ehren Rossi in dieser einzigartigen „barocken Operngala“.

3 CDs:   35.-
Vö     :   13.11.2019

 

 

Royal Fireworks

Alison Balsom (Trompete), Balsom Ensemble


Die glanzvolle Zeit des Barock war die Ära der festlichen Klänge in Kirchen und Schlössern und gilt als die Epoche der Trompete schlechthin. Pünktlich zur festlichen Jahreszeit ist Alison Balsom genau dorthin zurückgekehrt. Auf dem Album Royal Fireworks widmet sie sich der golden strahlenden Musik der großen Meister Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, Georg PhilippTelemann und Henry Purcell. Schon der Album-Titel zeigt, dass es vor allem die opulente Klangpracht ist, die Alison Balsom hier zusammen mit ihrem eigenen Ensemble zum Ausdruck bringt. Georg Friedrich Händels berühmte Feuerwerksmusik, einst als Teil eines gewaltigen Freiluftspektakels bei einem Friedensfest in London entstanden, gehört zu den berühmtesten Barockwerken überhaupt. Und von diesen feierlichen Klangmomenten ist es nicht weit zum größten Fest des Jahres: Weihnachten. Allein sieben Tracks des Albums sind dieser besonders musikalisch-festlichen Zeit reserviert – mit einzigartigen instrumentalen Fassungen entscheidender Teile von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, in denen die Solistin in den für sie zugeschnittenen Gesangsparts eine geradezu atemberaubende Virtuosität entfaltet. Diese verlangt auchGeorg Philipp Telemann, der eines der bekanntestenTrompetenkonzerte des Barock schrieb. Mit Musik des Engländers Henry Purcell ehrt Alison Balsom einen großen eigenen Landsmann und schlägt musikalisch dieBrücke zwischen den ihrer Heimat und dem Kontinent.    

CD:   24.90
Vö :   8.11.2019

 

 

Klavierkonzerte 1 & 3

Daniil Trifonov: Philadelphia Orchestra: Yannick Nezet-Seguin


Der Grammy-Preisträger Daniil Trifonov veröffentlicht nach Destination Rachmaninov – Departure  mit Destination Rachmaninov – Arrival sein zweites Album mit Klavierkonzerten des großen russischen Komponisten. Der Pianist vereint auf dieser Aufnahme Sergej Rachmaninoffs drittes Klavierkonzert, eines der schwierigsten und anspruchsvollsten des Klavier-Repertoires, mit dem Klavierkonzert Nr. 1 in mitreißenden Interpretationen. Zudem präsentiert Trifonov in einer eigenen Transkription für Klavier Rachmaninoffs »The Silver Sleigh Bells« sowie sein Arrangement für die weltbekannte »Vocalise«. Das Album ist ein Tribut an das Klavierspiel Rachmaninoffs – so hatte der Komponist vor achtzig Jahren selbst diese beiden Konzerte mit dem Philadelphia Orchestra aufgenommen. Jetzt bilden beide Werke das Herzstück der Veröffentlichung mit dem Philadelphia Orchestra und dessen Chefdirigenten Yannick Nézet-Séguin. Destination Rachmaninov – Arrival spiegelt einmal mehr das Können des gegenwärtig besten jungen klassischen Pianisten wider, der bereits mit dem Grammy-Award sowie dem ECHO Klassik (2014, 2017) ausgezeichnet wurde.    

CD:   27.-
Vö :   11.10.2019

Die Vinyl erscheint am 1.November

 

 

Facce d` Amore

Jakub Jozef Orlinski, Il Pomo d'Oro, Maxim Emelyanychev


Betörung, Verführung, Trauer, Wut - und die vielen Nuancen dazwischen: Mit seinem Album Anima Sacra hat sich der charismatische Countertenor Jakub Józef Orliński in die Herzen eines Riesenpublikums gesungen. Die Auswahl an barocken stimmensinnlichen Juwelen ließ seinen Ruhm in die Höhe schnellen, nachdem er schon im Internet mit seinen Vivaldi-Interpretationen Millionen Klicks geerntet hatte. Nun geht die Erfolgsgeschichte dieses Sterns am Counterhimmel weiter: In Facce d‘ amore (Gesichter der Liebe) breitet der Künstler alle Feinheiten der barocken Opernkünste auf, und das wie im Album Anima Sacra mit einer Fülle an Weltersteinspielungen! Es ist eine Reise durch mehr als acht Jahrzehnte Barock, die der Sänger hier - wieder an der Seite des Top-Ensembles Il pomo d‘oro und Maxim Emelyanychev - antritt, und bei dem er in die großen Rollen der legendären Kastraten schlüpft. Die erste Blüteepoche der Oper kannte bekanntlich keine Heldentenöre, sondern man ließ die Verführungskünste der männlichen Gestalten in hohen Stimmen leuchten. Vom venezianischen Großmeister Francesco Cavalli reicht das Repertoire über Meister wie Giovanni Antonio Boretti, Giovanni Bononcini bis in die Zeit des Hochbarock, in der Persönlichkeiten wie Georg Friedrich Händel oder Johann Adolf Hasse die Opernszene beherrschten. Orliński selbst sieht dieses Album auch als thematische Fortsetzung seines erfolgreichen Albums Anima Sacra: War es dort die durch die menschliche Stimme verkörperte Spiritualität der barocken Kirchenmusik, die das Repertoire bestimmte, ist es hier das weltliche Gegenstück der Opernbühne mit all ihren Emotionen – von jubelnder Begeisterung über die Trauer des Verlusts bis hin zur Resignation oder verzweifelter Raserei. Facce d‘ Amore zeigt so auch die vielen Gesichter eines der größten Countertenöre unserer Zeit!    

CD:   24.90.-
LP :   35.-
Vö :   8.11.2019

 

 

Passion Jaroussky

Philippe Jaroussky


Musik aus sechs Jahrhunderten, eine unzählbare Fülle von Repertoire-Entdeckungen, ein Millionenpublikum nicht nur aus der Klassikszene, sondern weit darüber hinaus: Dem Countertenor Philippe Jaroussky ist in seiner Karriere das Kunststück gelungen, seine besondere hohe Stimmlage weit über die engen Grenzen des Spezialistentums der Alten Musik hinaus berühmt zu machen. Jetzt feiert der Superstar seines Fachs sein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Anlass genug, die immense Vielfalt seiner musikalischen Welten in einer Box zu präsentieren, die freilich weit mehr enthält als eine Sammlung seiner besten Aufnahmen. Einiges in »Passion Jaroussky« sind aber auch Neuproduktionen – darunter auch zwei Lieder von Franz Schubert, »Les feuilles mortes« (Autumn Leaves), »Flow my tears« mit Thibaut Garcia u. a..

»Auch nach all diesen Jahren ist meine Freude an der Musik ungetrübt«, sagt Jaroussky, der in der Jubiläumsbox das erste Wort seinem Lieblingskomponisten Antonio Vivaldi übergibt – der Arie Sileant Zephyri, deren Faszination die Fans mit über sieben Millionen Klicks auf Youtube zum Ausdruck gebracht haben. Neben weiteren Hits aus Jarousskys Diskografie von Cavalli über Porpora, Agostino Steffani, Händel, Purcell, Bach, Telemann, Pergolesi bis hin zu Massenet, Saint-Saëns und der französischen Chanson-Ikone Charles Tretenet überrascht Jaroussky mit Neuaufnahmen: Darunter der hochemotionale Klagegesang Flow my Tears von John Dowland, einer Arie des böhmischen Mozart-Zeitgenossen Josef Mysliveček, dem Evergreen Les feuilles mortes von Joseph Kosma sowie Titel von John Lennon und Matthieu Chedid (alias -M-), aber auch den beiden Schubert-Liedern Du bist die Ruh und Ständchen – beides Auszüge aus einem demnächst erscheinenden Album, in dem sich Jaroussky zum ersten Mal der Welt des großen Liedmeisters widmet. Eine ganze CD der Box ist Jarousskys Zusammenarbeit mit »Friends« gewidmet – Duettpartnerinnen wie Cecilia Bartoli, Marie-Nicole Lemieux, Emőke Baráth, Karina Gauvin, Nathalie Stutzmann, Julia Lezhneva, Anne Sofie von Otter, Sophie Karthäuser und anderen.    

3 CDs:   27.-
Vö     :   25.10.2019

 

 

Remember me, my Dear

Hilliard Ensemble & Jan Garbarek


Ov zarmanali (Komitas); Procurans odium; Allting finns; Litany (Kedrov; Dostoino est; Sanctus; Most holy Mother of God (Pärt); Procedentem sponsum; Se je fayz deuil (Le Rouge); Alleluia nativitas (Perotin); O ignis spiritus (Hildegard von Bingen); We are the Stars; Agnus Dei (Brumel); Remember me, my Dear    

CD:   25.-
Vö :   15.10.2019

 

 

Bach Trumpet Concertos

Matthias Höfs, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Sarah Christian


Johann Sebastian Bach hat leider kein Trompetenkonzert hinterlassen, von dem wir heutzutage wissen. Der Trompeter Matthias Höfs hat Abhilfe geschaffen und eine Reihe Bach’scher Solokonzerte für sein Instrument arrangiert. Mit seiner modernen Piccolotrompete ist es ihm – anders als mit der ventillosen Barocktrompete – möglich, den brillanten Klang der Trompete in den anspruchsvollen Melodien der Konzerte zum Strahlen zu bringen.
Matthias Höfs versetzt damit ein Instrument, dessen Klang Bach seinerzeit schon bekannt gewesen ist, in das Hier und Jetzt. Die berühmten Melodien der Bach’schen Solokonzerte glänzen so auf ganz besondere Art und Weise, wie man sie noch nie gehört hat. »Es war ja damals schon üblich, ein Stück für das eigene Instrument anzupassen.« Zusammen mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen hat er so ein Album geschaffen, das eine lange Tradition fortsetzt. Darüber hinaus zeigt er wieder einmal, wozu ein bekannt geglaubtes Instrument an Wandlungsfähigkeit und Farbgebung noch im Stande ist.    

CD:   27.-
Vö :   1.11.2019

 

 

Sinfonien 1 - 9

Andris Nelsons / Wiener Philharmoniker


Andris Nelsons, führender Dirigent seiner Generation hat mit den Wiener Philharmonikern pünktlich zum Beethovenjahr 2020 einen vollständigen Zyklus des genialen Komponisten eingespielt.
Live aufgenommen im traditionsreichen Wiener Musikverein und pünktlich zum Beethovenjahr 2020, in dem die Welt den 250. Geburtstag eines der größten Komponisten aller Zeiten feiert.
Der dreifache Grammy-Gewinner Nelsons in Zusammenarbeit mit dem führenden Beethoven-Orchester der Welt widmet sich dem größten sinfonischen Zyklus - neun Sinfonien, die ebenso Weltwunder wie Welterbe der klassischen Musik sind.
Nelsons’ Beethoven-Zyklus erscheint in einer speziellen Deluxe-Kassette mit fünf CDs und einer Blu-ray Audio Disc in TrueHD-Klangqualität.
"In Beethovens Sinfonien steckt soviel Innovation, so viel Tiefe, einfach alles, sie packen jeden ganz unmittelbar und überwältigen dich."
Andris Nelsons     

5 CDs & 1 Blu-Ray Audio:   69.-

Vö:   4.10.2019

 

 

Dreamtime

Emmanuel Pahud, Münchner Rundfunkorchester, Ivan Repusic


Die Flöte ist zwar ein Instrument, auf dem man größte technische Virtuosität zelebrieren kann, aber ihr wahres Geheimnis liegt woanders. Emmanuel Pahud, einer der weltbesten Flötisten unserer Zeit, hat das nach vielen Jahrzehnten intensiver Beschäftigung mit dem Repertoire gelernt: „Heute schätze ich vor allem die spirituelle Seite des Instruments, und mir ist klar geworden, dass das in großem Umfang auch für die Komponisten gilt, die für die Flöte geschrieben haben.“ Der Klang als beseelter Lufthauch, der in die Welt der Träume, in die Welt des inneren Irrealen entführt: Pahud hat ihn in Werken verschiedenster Epochen entdeckt, die er nun in seinem Album Dreamtime vereint.
Es ist schon wegen seiner stilistischen Vielfalt eines der außergewöhnlichsten Klassik-Alben überhaupt: Avantgardisten wie Krzysztof Penderecki oder Toru Takemitsu treffen auf Romantiker wie Carl Reinecke und Ferruccio Busoni, und dazwischen, sozusagen in der dramaturgischen Mitte, steht Mozart mit seinem kantablen Andante für Flöte und Orchester. Gemeinsam ist allen Stücken eine einmalige Qualität des Beschwörenden und des Irrealen – auch verbunden mit Naturerfahrungen: Krzysztof Penderecki schuf sein Konzert für Flöte und Kammerorchester im Dezember 1992 unter dem Eindruck der damals stattfindenden Mondfinsternis. Toru Takemitsus I Hear the Water Dreaming wurde von der Bewegung des Wassers inspiriert und basiert auf Weltschöpfungsmythen der austra-lischen Aborigines. Das Album Dreamtime ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit Pahuds mit dem Münchner Rundfunkorchester, dessen Artist in Residence der Solist derzeit ist. Der Dirigent Ivan Repušić besitzt große Erfahrung mit dem Opernrepertoire – und ist daher prädestiniert mit einem Solisten zu arbeiten, dessen Atem ebenfalls weite Räume zur Entfaltung der Musik benötigt.    

CD:   25.-
Vö :   25.10.2019

 

 

Concerti grossi - "Quinta essentia"

Concerto Köln


Woran es liegt, dass Francesco Geminiani heutzutage nicht in einem Atemzug mit den anderen Größen des musikalischen Barock genannt wird, ist eigentlich nicht zu erklären. Neben Corelli und Händel war er es, der im Großbritannien des 18. Jahrhundert Karriere machte. Concerto Köln hat ihn nicht vergessen, im Gegenteil, es verehrt ihn als einen der ganz Großen. Aus unterschiedlichen Teilen seines Œuvres wählte das Ensemble seine persönlichen Lieblinge aus: Geminianis Quintessenz. Es sind die Werke, „die wir für die schönsten und gelungensten Kompositionen halten“, so der Fagottist Lorenzo Alpert. Ausschlaggebend für ihre Interpretation war auch die Tatsache, dass Geminiani eine Vielzahl an spieltechnischen und interpretatorischen Lehrschriften hinterlassen hat. „Diese reichen Informationsquellen haben es uns ermöglicht, manch überraschendes und ungewöhnliches Stilelement bei der Interpretation seiner Concerti Grossi einzusetzen“, so Alpert. „Sie haben zu dieser besonderen und sehr persönlichen „Quinta Essentia“ geführt.“

CD    :   27.-
2 LP  :   45.-
Vö    :   20.9.2019

 

 

Streichquartette Nr. 7 & 8

Quatuor Ebene


Als das Quatuor Ébène im Jahre 2014 in New Yorker Carnegie Hall mit einem Beethoven-Zyklus begeisterte, blieben zwar musikalisch keine Wünsche offen – aber Hoffnungen gab es dennoch: Wann würde das Weltklasseensemble so etwas wiederholen? Und wann steht der Name des großen Klassikers endlich einmal auf der Trackliste eines seiner neuen Alben? Nun hat sich das Quartett nach vielen innovativen Recitals und CDs, die neben dem strengen Klassikrepertoire auch Crossover-Projekte enthalten, genau den richtigen Startpunkt für ein weiteres Beethoven-Kapitel ausgesucht: Das Beethovenjahr 2020, in dem das Quatuor Ébène gleichzeitig 20. Geburtstag feiern wird. Als Auftakt erscheinen nun die beiden Quartette op. 59 Nr. 1 und 2, die das Quartett im Juni 2019 in Wien aufgenommen hat.

CD:   25.-
Vö :   27.9.2019

 

 

Variety (The Art of Variation)

Les Passions de l'Ame, Meret Lüthi


Die Variation als musikalisches Ausdrucksmittel in der österreichisch-böhmischen Instrumentalmusik der Barockzeit – dies ist das Thema des neuen Albums der Originalklang-Formation »Les Passions de l’Ame« aus dem Schweizerischen Bern. In Werken der Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Joseph Fux und Johann Heinrich Schmelzer werden die kompositorischen Möglichkeiten der Barockzeit auf eine Art ausgereizt, die die Gratwanderung zwischen künstlerischer Entfaltung und Publikumsgeschmack auf geniale Weise meistert. Die Werke mussten Spaß machen. Sie mussten anspruchsvoll, aber nicht unzugänglich, spannend, herausfordernd und vielfältig, aber nicht unverständlich sein. Das Geheimrezept des Erfolges von Werken wie Bibers »Partia I« (eine suitenartige Folge von Tanzsätzen) aus dem Sammelwerk »Harmonia Artificiosa-Ariosa« lag im Prinzip der Variation. Die thematischen Kerngedanken der Sätze sind immer kurz und prägnant, und mittels der Variationstechnik können sehr reichhaltige musikalische Diskurse aufgebaut werden. Es entstanden Stücke von überbordender musikalischer Einfallskraft. Höhepunkte setzten die Komponisten mit spektakulären Spieltechniken, die Instrumentalisten vor eine fast sportliche Herausforderung stellten und für die Zuhörer und Zuschauer aufsehenerregende Show-Effekte erzeugten. Man lotete die Grenzen des Instruments aus, wagte Experimente und überraschende neue Spieltechniken. Die vorangegangenen Einspielungen von »Les Passions de l’Ame« unter der Leitung der Geigerin Meret Lüthi wurden vom Publikum begeistert aufgenommen und von der Kritik hoch gelobt. Die »Neue Zürcher Zeitung« schrieb zum Debütalbum »Spicy«: »Das frechste Stück ist Heinrich Ignaz Franz Bibers Tiersonate für Violine und Basso continuo, bei der Meret Lüthi das Gackern der Hühner und das Miauen einer Katze auf ihrer Jacobus-Stainer-Violine lustvoll nachahmt. Den Wert der Einspielung machen indes nicht nur diese exotischen Stücke, sondern ebenso die frische, ungestüme Spielweise der Interpreten aus.«    

CD:   24.90
Vö :   13.9

 

 

Time & Eternity

Patricia Kopatchinskaja / Camerata Bern


Patricia Kopatchinskaja hat für ihr Album »Time & Eternity« ein gleichermaßen bewegendes wie erhellendes Programm konzipiert. Im Zentrum stehen das Concerto funebre von Karl Amadeus Hartmann, das die Abscheu des Komponisten vor dem Naziterror ausdrückt, und Polyptyque von Frank Martin, das durch die um 1310 entstandenen Gemälde zur Passion Christi von Duccio di Buonsegna inspiriert wurde. Zusammen mit Bearbeitungen nach Machaut und Bach sowie einem jüdischen Lied, das Hartmann in seinem Konzert zitiert, ergeben sich somit 600 Jahre Musik, die den Opfern eine Stimme gibt. Gesprochene jüdische, katholische und orthodoxe Gebete ergänzen das nicht nur musikalisch durchdachte Programm.

CD:   25.-
Vö :   28.8.2019

 

 

Klaviersonaten komplett

Igor Levit


Für Igor Levit war die Beschäftigung mit den 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven in den letzten 15 Jahren das wichtigste Projekt seines Lebens. Am 13. September wird nun seine neue Gesamteinspielung der Sonaten bei Sony Classical erscheinen – das Ergebnis von Studium und Interpretation dieser Sonaten, die ihn fast sein halbes Leben lang beschäftigt haben. Die monumentale, aus neun Alben bestehende Edition zählt zu den am sehnlichsten erwarteten Neuaufnahmen zu Beethovens 250. Geburtstag. Kein anderer Komponist hat das Leben von Igor Levit so nachhaltig geprägt wie Ludwig van Beethoven. Er bekennt, dass die Musik des Komponisten ihn praktisch jeden Tag begleitet, bei fast allem, was er tut. Die tiefgreifende Wirkung von Beethovens Werken – seit Levits erster, alles verändernder Hörerfahrung mit der Missa solemnis im Alter von 13 Jahren, gefolgt von seiner ersten richtigen Arbeit an einer der Sonaten, Opus 2 Nr. 2 – hat im Prinzip Levits Sicht auf die gesamte Musikgeschichte geprägt, ob er nun Liszt spielt, Schostakowitsch oder Rzewski. Es versteht sich von selbst, dass für Igor Levit in der kommenden Konzertsaison Beethovens Musik im Zentrum stehen. Zu den Höhepunkten gehören seine zyklischen Aufführungen sämtlicher Sonaten im KKL in Luzern (ab August), in der Hamburger Elbphilharmonie (ab September) und im Stockholmer Konserthuset (ab Januar 2020). Reine Sonaten Rezitals wird Levit auch in der New Yorker Carnegie Hall geben, im Kennedy Center in Washington, im Chicago Symphony Center sowie in der Davies Hall in San Francisco im Mai 2020.    

9CDs:   89.-
Vö    :   13.9.2019

 

 

Klavierkonzerte Nr.0-5

Mari Kodama, Kolja Blacher, Johannes Moser, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Kent Nagano


Zusammen mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin vollenden Mari Kodama und ihr Ehemann Kent Nagano die Einspielung aller Klavierkonzerte Beethovens quasi mit einem Sprung in die doppelte Vergangenheit: Als letztes Element der in über 13 Jahren entstandenen Gesamtaufnahme spielten sie das Nullte Klavierkonzert Beethovens ein – von Mari Kodama anhand des Autographen persönlich editiert. Zusammen mit dem klassischen Kanon der Klavierkonzerte Nr. 1–5 ergibt sich daraus eine umfängliche Edition, die durch das Tripelkonzert für Klavier, Violine und Violoncello, op. 56, das Rondo, WoO 6 und die Eroica-Variationen, op. 35 ergänzt wird. »Er ist und bleibt ein Optimist, einer, der gar nicht anders kann als an das zu glauben, was er uns mit seiner Musik vermitteln will«, so Kodama. Sie, Nagano und das DSO – man könnte sie sich fast als Trio denken, in dem sich die Musiker allesamt blind vertrauen und deshalb in der Lage sind, eine musikalische Intensität hervorzubringen, die den jungen sowie den alten Beethoven noch einmal auferstehen lässt.    

4 CDs:   39.-
Vö     :   25.10.2019

 

 

Wien (Deluxe Edition)

Jonas Kaufmann, Wiener Philharmoniker, Adam Fischer


Nach dem großen Erfolg seines Berliner Albums »Du bist die Welt für mich« und seinem Abstecher nach Italien (»Dolce Vita«) stellt Jonas Kaufmanns neues Album ist eine ganz persönliche Hommage an die weltbekannten Melodien der Hauptstadt von Walzer und Operette dar und trägt aus diesem Grund auch ihren Namen: Wien. Kein anderes Orchester käme für diese ausgewählte Aufnahme mit weltberühmten Hits dieser Stadt in Frage als die Wiener Philharmoniker, Ádám Fischer dirigiert das abwechslungsreiche Programm. Als Duett-Partnerin u. a. für die Titelmelodie der Operette »Wiener Blut« konnte Rachel Willis Sørensen gewonnen werden. Zu Österreich und Wien hatte Jonas Kaufmann schon immer eine besondere Beziehung. Seine Großmutter hatte ein Faible für die leichte Muse und sang bevorzugt die Evergreens eines Johann Strauß, Franz Lehár oder Robert Stolz – ein schönes Kontrastprogramm zur Wagner-Leidenschaft seines Großvaters. Als Kind verbrachte Kaufmann einen Großteil seiner Freizeit auf dem Bauernhof seiner Großeltern in Tirol, das österreichische Fernsehprogramm war ihm fast vertrauter als das deutsche. Auf diese Weise lernte er die ganze Palette der Wiener Unterhaltungskunst kennen - von Peter Alexander bis Georg Kreisler. Er liebt es, den Tonfall von Hans Moser nachzuahmen oder in die Rolle des Herrn Karl (alias Helmut Qualtinger) zu schlüpfen und eignete sich auf diese Weise spielerisch den Wiener Dialekt an. Seitdem liebt Jonas Kaufmann auch die Wiener Lieder und Operetten. »Schon immer war das für mich schlichtweg Gute-Laune-Musik«, erinnert sich Kaufmann, »wenn ich als Student ungeliebte Aufgaben wie Putzen und Staubsaugen vor mir hatte, dann musste ich nur ›Die Fledermaus‹ mit Carlos Kleiber aufgelegen, und die hat mir sofort ein Grinsen ins Gesicht gezaubert.« Mit seinem Wien-Album kehrt Jonas Kaufmann in mehrfacher Hinsicht zu seinen Wurzeln zurück. Seine allererste professionelle Bühnenproduktion – noch während des Studiums – war »Eine Nacht in Venedig« in der Saison 1993/94 am Theater Regensburg. Kaufmann sang die Partie des Caramello in über 30 Vorstellungen. Nicht ohne Grund hat er also selbstverständlich auch die tenoralen Höhepunkte dieser Strauß-Operette für sein Wien-Album aufgenommen, neben Duetten aus »Die Fledermaus«, »Wiener Blut« und Lehárs »Die lustige Witwe«. Wie schon bei der konzertanten »Fledermaus« im Dresdner Silvesterkonzert ist Rachel Willis Sørensen seine einzigartige Duett-Partnerin. Neben Kaufmanns Ersteinspielungen von Johann-Strauß-Titeln enthält das neue Album ein breites Spektrum von Wiener Liedern; der Bogen geht von Robert Stolz (»Im Prater blüh’n wieder die Bäume«) über Peter Kreuder (»Sag beim Abschied leise Servus«) und Hermann Leopoldi (»In einem kleinen Café in Hernals«) bis zu Georg Kreislers »Der Tod, das muss ein Wiener sein«. Die gar nicht so heimliche Hymne der Stadt darf auf einem Wien-Album natürlich keinesfalls fehlen: Rudolf Sieczyskis »Wien, du Stadt meiner Träume« - weltweit besser bekannt als »Wien, Wien, nur du allein«.          

CD   :   27.00 / Vö: 10.10
2 LPs:   35.00 / Vö: 22.11

 

 

Konzert für 2 Klaviere & Orchester op.88a

Oliver Schnyder, Julia Kociuban, Berfin Aksu, Ecesu Sertesen, Kyoungmin Park, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Howard Griffiths


Lohnenswerte spätromantische Entdeckungen bei Max Bruch (1838-1920), jenseits des allgemein bekannten und beliebten 1. Violinkonzerts: die Ouvertüre zur Oper »Loreley«, das Adagio Appassionato sowie die Doppelkonzerte für zwei Klaviere und für Klarinette und Viola. Alles mitreißend und stilecht dargeboten von hervorragenden Künstlern wie den Pianisten Oliver Schnyder und Julia Kociuban, der Klarinettistin Ecesu Sertesen, dem Violaspieler allesamt begleitet vom Radiosinfonieorchester Wien unter Howard Griffiths.

Max Bruch erfreute sich einer überaus langen, erfolgreichen und produktiven Karriere als Komponist und Dirigent. Seine musikalische Sprache ist fest in der deutsch-romantischen Tradition von Schumann und Brahms verwurzelt, die im Gegensatz zur »Neuen Musik« seiner Zeit von Liszt, Wagner und Mahler steht. Bruch schrieb die beiden Doppelkonzerte, die hier eingespielt wurden, am Ende seines musikalischen Schaffens, als er eigentlich bereits erklärte hatte, »die Quelle seiner Inspiration sei ausgetrocknet«. Aber das Klarinettenspiel seines Sohnes Max Felix inspirierte ihn u. a. zum originellen Doppelkonzert für Klarinette, Viola und Orchester op. 88. Das wunderbare und noch immer vernachlässigte Doppelkonzert bietet beiden Solisten vielfältige Möglichkeiten zur musikalischen Entfaltung.

Ebenfalls ein Spätwerk: das Konzert für zwei Klaviere, dass der Komponist 1912 ursprünglich für ein amerikanisches Klavierduo komponierte, von diesem jedoch nur in einer umfassenden Bearbeitung aufgeführt wurde. Erst 1976 kam es zur Veröffentlichung der Originalversion. Bruchs pianistisch kraftvoller Spätling reflektiert Echos von Bach und Brahms und ist damit wie die anderen hier eingespielten Werke eine veritable Entdeckung für alle Freunde spätromantischer Orchestermusik.

CD:   27.-
Vö:    27.9.2019

 

 

Klavierkonzerte 1-5

Jan Lisiecki, Academy of St. Martin in the Fields


Der kanadische Starpianist Jan Lisiecki wurde für sein erfolgreiches Album mit Felix Mendelssohns Klavierkonzerten 1 und 2 von der Presse hochgelobt: »an impressive technique allied to a musical sensibility that is poetic, sensitive and even understated« (Washington Post). Nun veröffentlicht er mit der Academy of St Martin in the Fields sein neues Album auf Deutsche Grammophon Beethoven: Complete Piano Concertos zu Beginn des Beethoven-Jahres 2020. Der Pianist sieht in den fünf Konzerten keinen Zyklus im engeren Sinne: »Beethoven hat diese Werke sicher nicht zusammenhängend konzipiert. Dennoch gehören sie zusammen, denn sie zeigen ein unglaublich differenziertes Bild des Komponisten, angefangen mit den beiden ersten Konzerten, die noch das Erbe Mozarts verraten, über die so unterschiedlichen Werke Nummer drei und vier bis hin zum majestätischen Es-Dur-Konzert.« Lisiecki fasziniert diese Vielfalt, »weil hier alle wichtigen, teils gegensätzlichen Facetten Beethovens zusammenkommen«. Insbesondere das vierte Klavierkonzert von Beethoven hat eine ganz besondere Bedeutung für Jan Lisiecki: So sprang er 2013 kurzfristig in Bologna beim Orchestra Mozart Bologna unter Claudio Abbado ein, nachdem Martha Argerich absagen musste und debütierte vier Jahre später mit dem selben Werk in der Carnegie Hall mit dem The Philadelphia Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin. Oberste Prämisse für den Pianisten war bei dieser Aufnahme musikalische Klarheit. »Nur dann kann ein Hörer Beethovens Musik als die Summe unterschiedlicher Ideen auch nachvollziehen.« Damit wird dieses Album zu einem Meilenstein zu Beginn des Beethoven-Jahres 2020, und zeigt einmal mehr, dass sich Lisiecki längst einen Platz an der Spitze der klassischen Musikwelt erspielt hat.
»A sparkling performance that seems refreshingly spontaneous – yet is intellectually perfectly formed« – Der Tagesspiegel    

3 CDs:   45.-
Vö     :   13.9.2019

 

 

The Mathilde Album

Elsa Dreisig; Quatuor Arod


Kammermusik als Dokument eines Ehedramas: Das ist das Thema des neuen Albums des Quatuor Arod mit Musik aus dem Schönberg-Umkreis des frühen 20.Jahrhunderts. In nur zwei Tracks präsent, die aber den Brennpunkt des Ganzen darstellen, ist der Sopran-Shootingstar Elsa Dreisig, die neben ihrer Opernkarriere als neue Stimme nach und nach eine originelle Diskografie entwickelt. Mit Miroirs lenkte sie den Blick auf große Frauengestalten der Oper, The Mathilde Album kann man durchaus als Fortsetzung dieses Projekts sehen: Es geht um die Frau hinter Arnold Schönberg – dem großen Pionier der musikalischen Moderne.

Schon mit dem 2017 erschienen Mendelssohn-Album setzte das Quatuor Arod die Gattungen Quartett und Lied gegeneinander. Jetzt projiziert das Ensemble diese Idee in eines der spannungsreichsten Milieus der Musikgeschichte hinein.

CD:   27.-
Vö :   4.10.2019

 

 

Klaviersonaten

Lucas Debargue (Klavier)


Zweifellos gehört Lucas Debargue zu den interessantesten und erfolgreichsten jungen Pianisten der heutigen Zeit. Ungewöhnlich ist seine Geschichte, erst sehr spät nahm er überhaupt Klavierunterricht, sein Erfolg beim Tschaikowsky-Wettbewerb katapultierte ihn ins Rampenlicht, und seine Aufnahmen für Sony Classical erhielten weltweit uneingeschränktes Lob für ihr freies, ungezähmtes und ungewöhnliches Spiel. Jetzt präsentiert Debargue auf vier Alben eine Auswahl von Klavierpreziosen seines Lieblingskomponisten Domenico Scarlatti. Die 555 Klaviersonaten, die der in Italien geborene, aber in Spanien arbeitende Barockkomponist schrieb, setzten damals neue Maßstäbe, denn Scarlatti verarbeitete in ihnen Melodien von der Straße und Fragmente spanischer Volkstänze mit der Formensprache des Barock zu faszinierenden Klavierwerken, die manchmal nur ein oder zwei Minuten dauern, aber immer fantasiereich, humorvoll und abwechslungsreich klingen. Und kein Wunder, dass diese Sonaten unter den Händen von Lucas Debargue unterhaltsam und neu klingen: »Unter seinen Händen wird Scarlatti zu einem geistreichen Spiel feiner Läufe«(Die Welt). »Debargue spielt Scarlatti zu keiner Sekunde spieluhrig-trillervergnügt, von Beginn an scheint er überkonzentriert auf die Abgründe zu warten, um sich dann nur beinahe in sie zu stürzen«. (Spiegel) und »fantasievoll gespielt, frei von jeglichen Dogmen« – kein Wunder, bei einem Pianisten, der schon als Jazzbassist gearbeitet hat und bei den Konzerten öfters als Zugabe Scarlatti verjazzt. »Schräger Typ, coole CD, unbedingt hören«, sagt der BR, und dem kann man nur zustimmen.
Die Erstauflage erscheint als wunderschöne Cap-Box mit umfangreichem Booklet und vier CDs.

4 CDs:   39.-
Vö     :   4.10.2019

 

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