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Variety (The Art of Variation)

Les Passions de l'Ame, Meret Lüthi


Die Variation als musikalisches Ausdrucksmittel in der österreichisch-böhmischen Instrumentalmusik der Barockzeit – dies ist das Thema des neuen Albums der Originalklang-Formation »Les Passions de l’Ame« aus dem Schweizerischen Bern. In Werken der Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber, Johann Joseph Fux und Johann Heinrich Schmelzer werden die kompositorischen Möglichkeiten der Barockzeit auf eine Art ausgereizt, die die Gratwanderung zwischen künstlerischer Entfaltung und Publikumsgeschmack auf geniale Weise meistert. Die Werke mussten Spaß machen. Sie mussten anspruchsvoll, aber nicht unzugänglich, spannend, herausfordernd und vielfältig, aber nicht unverständlich sein. Das Geheimrezept des Erfolges von Werken wie Bibers »Partia I« (eine suitenartige Folge von Tanzsätzen) aus dem Sammelwerk »Harmonia Artificiosa-Ariosa« lag im Prinzip der Variation. Die thematischen Kerngedanken der Sätze sind immer kurz und prägnant, und mittels der Variationstechnik können sehr reichhaltige musikalische Diskurse aufgebaut werden. Es entstanden Stücke von überbordender musikalischer Einfallskraft. Höhepunkte setzten die Komponisten mit spektakulären Spieltechniken, die Instrumentalisten vor eine fast sportliche Herausforderung stellten und für die Zuhörer und Zuschauer aufsehenerregende Show-Effekte erzeugten. Man lotete die Grenzen des Instruments aus, wagte Experimente und überraschende neue Spieltechniken. Die vorangegangenen Einspielungen von »Les Passions de l’Ame« unter der Leitung der Geigerin Meret Lüthi wurden vom Publikum begeistert aufgenommen und von der Kritik hoch gelobt. Die »Neue Zürcher Zeitung« schrieb zum Debütalbum »Spicy«: »Das frechste Stück ist Heinrich Ignaz Franz Bibers Tiersonate für Violine und Basso continuo, bei der Meret Lüthi das Gackern der Hühner und das Miauen einer Katze auf ihrer Jacobus-Stainer-Violine lustvoll nachahmt. Den Wert der Einspielung machen indes nicht nur diese exotischen Stücke, sondern ebenso die frische, ungestüme Spielweise der Interpreten aus.«    

CD:   19.90 / Dieser Preis gilt in den ersten zwei Wochen(13.9- 29.9)
Vö :   13.9

 

 

Klaviersonaten Nr.1-32

Igor Levit / Beethoven


Für Igor Levit war die Beschäftigung mit den 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven in den letzten 15 Jahren das wichtigste Projekt seines Lebens. Am 13. September wird nun seine neue Gesamteinspielung der Sonaten bei Sony Classical erscheinen – das Ergebnis von Studium und Interpretation dieser Sonaten, die ihn fast sein halbes Leben lang beschäftigt haben. Die monumentale, aus neun Alben bestehende Edition zählt zu den am sehnlichsten erwarteten Neuaufnahmen zu Beethovens 250. Geburtstag. Kein anderer Komponist hat das Leben von Igor Levit so nachhaltig geprägt wie Ludwig van Beethoven. Er bekennt, dass die Musik des Komponisten ihn praktisch jeden Tag begleitet, bei fast allem, was er tut. Die tiefgreifende Wirkung von Beethovens Werken – seit Levits erster, alles verändernder Hörerfahrung mit der Missa solemnis im Alter von 13 Jahren, gefolgt von seiner ersten richtigen Arbeit an einer der Sonaten, Opus 2 Nr. 2 – hat im Prinzip Levits Sicht auf die gesamte Musikgeschichte geprägt, ob er nun Liszt spielt, Schostakowitsch oder Rzewski. Es versteht sich von selbst, dass für Igor Levit in der kommenden Konzertsaison Beethovens Musik im Zentrum stehen. Zu den Höhepunkten gehören seine zyklischen Aufführungen sämtlicher Sonaten im KKL in Luzern (ab August), in der Hamburger Elbphilharmonie (ab September) und im Stockholmer Konserthuset (ab Januar 2020). Reine Sonaten Rezitals wird Levit auch in der New Yorker Carnegie Hall geben, im Kennedy Center in Washington, im Chicago Symphony Center sowie in der Davies Hall in San Francisco im Mai 2020.

9 CDs:   89.-
Vö     :   13.9.2019

 

 

Sonaten für Violine & Klavier Nr.1-3

Alina Ibragimova / Cedric Tiberghien / Brahms


Für einen selbstkritischen Komponisten wie Brahms fiel Beethovens übermächtiger Schatten nicht nur auf die Gattung Sinfonie, sondern führte auch dazu, dass er drei frühe Violinsonaten vernichtete und auch lange zögerte eine solche zu veröffentlichen. Seine drei gedruckten Sonaten gehören heute zum Kernrepertoire. Alina Ibragimova und Cédric Tiberghien erweisen sich einmal mehr als überragende Duo-Partner.    

CD:   25.-
Vö:   29.8.2019

 

 

Ernst Haefliger Edition (DGG)

Ernst Haefliger


 
Der Schweizer Tenor Ernst Haefliger, der am 6. Juli seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, wird nun weitere Bewunderer finden mit The Ernst Haefliger Edition: Eine durchgestaltete Sammlung mit Aufnahmen aus Haefligers viel gerühmter Deutsche-Grammophon-Diskografie.

Die sorgfältig kuratierte Ausgabe umfasst 12 CDs und ist zugleich ein Spiegel der Vielseitigkeit des Tenors. Mit Karl Richter aufgenommene Arien von Bach und Händel finden sich ebenso darin wie Auszüge aus Opern von Mozart und Rossini. Hinzu kommen Janáceks Tagebuch eines Verschollenen, gesungen in deutscher Sprache und begleitet von Rafael Kubelík am Klavier; Rondeaus und Balladen des Komponisten Guillaume de Machaut sowie Auszüge aus spätromantischen Werken von Bruckner, Mahler und Wagner.

Auch die CD-Erstveröffentlichung der Haefliger-Aufnahmen von Beethovens »Ich liebe dich, so wie du mich« und »Adelaide« sind enthalten, darüber hinaus die erste internationale Veröffentlichung auf CD seiner Interpretationen von Schumanns Dichterliebe sowie Schuberts Die schöne Müllerin und Schwanengesang.

Im Begleitheft kommen Haefligers Kinder zu Wort: der Pianist Andreas Haefliger, der Geschäftsführende und Künstlerische Direktor des Lucerne Festival Michael Haefliger und die Schauspielerin Christine Marecek.


12 CDs:   69.-
Vö      :    1.7.2019

 

 

Sound of Silence

Milos Karadaglic, Katherine Tinker, 12 Ensemble


Milos ist zurück - mit seinem neuen Album »Sound of Silence«.

Zu hören ist eine Auswahl an ruhigen und meditativen Gitarrenstücken, die persönlich vom Star Gitarristen Milos Karadaglic ausgesucht wurden. Milos entwarf eine Auswahl an Stücken aus Pop und Jazz und entwickelte seine ganz eigene Sprache, indem er sie neu arrangierte und interpretierte.

So bilden Songs von Simon und Garfunkel über Leonard Cohen und Portishead bis hin zu Nora Jones das Setting für Milos' neues Album »Sound of Silence«, das bei Decca erscheint.

Hinzu kommen Features von Saxophonistin Jess Gillam und Hang-Spieler Manu Delago, der u. a. mit Björk zusammengearbeitet hat.

CD   :   25.-
2 LP :   39.-   

Die neue CD von Milos Karadaglic erscheint am 13.September.

Die Vinyl am 11.Oktober.

 

 

Die Zauberflöte

Klaus Florian Vogt, Christiane Karg, Rolando Villazon, Regula Mühlemann, Albina Shagimuratova, Franz-Josef Selig, Aurelius Sängerknaben Calw, RIAS Kammerchor, Chamber Orchestra of Europe, Yannick Nezet-Seguin


Yannick Nézet-Séguin und Rolando Villazón fügen ihrem Baden-Badener Zyklus von Mozart-Opern Die Zauberflöte hinzu

Der Zyklus von Mozarts reifen Opern bei Deutsche Grammophon erreicht mit Die Zauberflöte seinen sechsten Titel. Die Live-Aufnahme, die am 2. August 2019 erscheint, setzt das epochale Projekt des Gelblabels mit dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Chamber Orchestra of Europe und Yannick Nézet-Séguin fort. Zur Besetzung zählen der Initiator der Reihe, Rolando Villazón, als Papageno, Klaus Florian Vogt als Tamino, Christiane Karg als Pamina, Regula Mühlemann als Papagena, Albina Shagimuratova als Königin der Nacht und Franz-Josef Selig als Sarastro.

»Es ist mein bislang ehrgeizigstes künstlerisches Projekt«, sagt Villazón. »Nie zuvor habe ich mich so in einen Komponisten verliebt!« Seit Beginn des Vorhabens vor acht Jahren mit Don Giovanni hat Villazón in jeder Produktion mitgewirkt und von Ferrando in Così fan tutte bis zur Titelrolle in La clemenza di Tito die großen Tenorpartien gesungen.    

2 CDs:   45.-
Vö     :   2.8.2019

 

 

Also sprach Zarathustra op.30

Lucerne Festival Orchestra, Riccardo Chailly


Nach dem Erfolgsalbum „Stravinsky“, welches von der Presse für die Weltersteinspielung von „Chant funèbre“ hochgelobt wurde (“Played with amazing clarity and precision: a total listening experience. This CD offers something very special.” - Daily Telegraph), widmet sich der Dirigent Riccardo Chailly auf seiner neuesten Einspielung mit dem Lucerne Festival Orchestra dem Komponisten Richard Strauss. Das Album beginnt mit einem der gewaltigsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts - „Also sprach Zarathustra“ nach dem gleichnamigen Werk Friedrich Nietzsches. Besondere Berühmtheit erlangte es durch die Verwendung des Anfangs-Trompetenmotivs im Film "2001 - Odysee im Weltraum". Weitere Meisterwerke sind u. a. „Tod und Verklärung“, „Till Eulenspiegel“ sowie „Salomes Tanz“

CD:   25.-
Vö :   30.8.2019

 

 

Mischa Maisky & Lily Maisky - 20th Century Classics

Mischa Maisky (Cello / multi-track recording bei Villa-Lobos), Lily Maisky (Klavier), Lucerne Symphony Orchestra, Benjamin Yususpov


Mit seinem neuen Doppelalbum »20th Century Classics« gelingt dem Starcellist Mischa Maisky eine spannende Reise durch das vielseitige Repertoire des 20. Jahrhunderts, gewidmet hat er diese persönliche Auswahl seinem jungen Sohn Mateo.

Bei den Aufnahmen der ersten CD wird Maisky von seiner Tochter Lily am Klavier begleitet, gemeinsam interpretieren sie bewegende Werke wie das Adagio von Shostakovich, Blochs »Prayer« oder die Rumänischen Volkstänze von Bartok. Mit der ebenso originellen wie kunstvollen Auswahl an Kompositionen und Arrangements führt Maisky durch das vielfältige Repertoire eines ereignisreichen Zeitalters und glänzt mit seiner einzigartigen Meisterschaft, durch die er die kantablen und tänzerischen Details dieses Repertoires auf atemberaubende Weise zur Geltung bringt.

Die zweite CD des Albums bietet mit einer Multitrack-Einspielung des Werkes Bachianas Brasileiras Nr. 1 von Villa-Lobos eine wahrhaft packende Interpretation, bei der Maisky alle acht Einzelstimmen auf dem Cello selbst eingespielt hat. Darüber hinaus ist auf der zweiten CD eine Uraufführung des Cellokonzertes von Benjamin Yusupov zu hören, aufgenommen mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung des Komponisten.    

2 CDs:   27.-
Vö     :   13.9.2019

 

 

MoZart

Daniel Behle, L'Orfeo Barockorchester


Mit dem Mozart-Programm »Mozart – Zero to Hero« geht die von Publikum und Presse hoch gelobte künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem renommierten Tenor-Poeten Daniel Behle und dem mit dem ECHO Klassik ausgezeichnete L'Orfeo Barockorchester und seiner hochgelobten Dirigentin Michi Gaigg in die zweite Runde. Im Fokus stehen die bekanntesten Tenor-Arien Mozarts aus »Die Zauberflöte«, »Don Giovanni«, »Die Entführung aus dem Serail«, »Così fan tutte« und weiteren Opern. Auf den großen Opernbühnen der Welt hat Behle bereits den Don Ottavio im »Don Giovanni« oder Tamino in »Die Zauberflöte« gesungen, nun folgt seine erste Solo-Aufnahme mit Repertoire Mozarts über Sony Classical. Dabei zeigt Behle, dass er jener lyrische Tenor ist, »der in seiner Generation als Poet konkurrenzlos sein dürfte [... ]: perfekte Technik, klangschöne Höhe, keine Drücker, Sprachbewusstsein statt Manierismen« (WAZ) und liefert gemeinsam mit dem L'Orfeo Barockorchester eine erfrischende Interpretation der berühmten und schönsten Mozart-Arien. Daniel Behle ist als Sänger in Konzert, Lied und Oper gleichermaßen erfolgreich. Er konzertierte bereits mit der Staatskapelle Dresden, den Berliner Philharmonikern, dem Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin, dem NDR Elbphilharmonie Orchester, den Wiener Symphonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Bachakademie Stuttgart und arbeitet dabei mit Dirigenten wie Thomas Hengelbrock, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin und Christian Thielemann. Sein breit gefächertes Repertoire reicht von barocken Meisterwerken über klassisches und romantisches Repertoire bis hin zu Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit »Mozart – Zero to Hero« legt er nun gemeinsam mit dem L'Orfeo Barockorchester und der Dirigentin Michi Gaigg eine erlesene Auswahl der schönsten Arien Mozarts vor, wie Sie sie noch nie zuvor gehört haben!    

CD:   25.-
Vö :   6.9.2019

 

 

Klaviertrios Nr.1-5

Daniel Barenboim (Klavier), Michael Barenboim (Violine), Kian Soltani (Cello)


Das Trio um Daniel Barenboim (Klavier), Michael Barenboim (Violine) und Kian Soltani (Cello) ist eine Klasse für sich. Ihre mitreißende Spielfreude und die einzigartige Harmonie zeugen von dem reichen Erfahrungsschatz des Ensembles, das bereits auf eine Vielzahl an gemeinsamen Livekonzerten zurückblicken kann. Auf beeindruckende Weise vermittelt das Ensemble den für Mozart charakteristischen Habitus: präzise, nuancenreich und perfekt ausbalanciert verschmilzt das Ensemble in den herausragenden Interpretationen zu einem fein abgestimmten Klangkörper.

Mozarts kammermusikalische Perlen sind es wert, häufiger gehört und gespielt zu werden. Obwohl Mozarts Beiträge zur Gattung des Klaviertrios eine eher untergeordnete Rolle in seinem umfangreichen Schaffen spielen, vollführen seine sechs Klaviertrios einen bedeutsamen Schritt hin zur Emanzipation der Streicher gegenüber dem Klavier. Darüber hinaus bezaubern die durchweg dreisätzigen Werke durch ihr eingängiges, kurzweiliges und abwechslungsreiches Flair. Nur ein Trio stammt aus einer früheren Schaffensphase des Klassikers, alle anderen sind Spätwerke. So wird gerade bei den letzten drei Klaviertrios verständlich, weshalb Kenner vor allem die Kammermusik Mozarts auf ganz besondere Weise schätzen.

2 CDs:   32.-
Vö     :   13.9.2019

 

 

Anne-Sophie Mutter & John Williams - Across the Stars

Anne-Sophie Mutter


Stargeigerin Anne-Sophie Mutter und der legendäre Filmkomponist John Williams veröffentlichen am 30. August 2019 das Album Across the Stars. Die Aufnahme bietet eine breit gefächerte Auswahl von Williams’ berühmten Filmthemen, die höchstpersönlich vom Komponisten neu arrangiert und dirigiert wurden. Auf dem Album sind Themen aus Star Wars (»Rey’s Theme« aus Das Erwachen der Macht, »Princess Leia’s Theme« aus Eine neue Hoffnung), aber auch jüngere Arbeiten (»Sayuri’s Theme« aus Die Geisha, sowie »Hedwig’s Theme« aus Harry Potter) zu finden. Aufgenommen wurde die Musik im April 2019 mit dem The Recording Arts Orchestra of Los Angeles im berühmten Sony Scoring Stage.

Anne-Sophie Mutter, vierfache Grammy-Preisträgerin und weltweit eine der besten Geigerinnen unserer Zeit, sagt, es sei »eine ungeheure Ehre« für sie, mit dem fünffachen Oscar-Preisträger und 24-fachen Grammy-Preisträger John Williams zu arbeiten.    

CD    :   27.- / 30.8.2019
2 LPs :  45.- /  27.9.2019

 

 

Beethoven & Rachmaninoff

Ivo Pogorelich


Die Pianistenlegende Ivo Pogorelich veröffentlicht nach über 20 Jahren wieder eine Studioaufnahme. Im Rahmen seines neuen Exklusivvertrags mit Sony Classical legt Ivo Pogorelich eine mit Spannung erwartete Aufnahme vor – sein erstes neues Album seit 1998. Zu hören sind zwei Beethoven-Sonaten – Nr. 22 op. 54 und Nr. 24 op. 78 – sowie die gut einhundert Jahre später komponierte Zweite Klaviersonate op. 36 von Rachmaninoff. Pogorelich hat diese Stücke ausgesucht, um dem tiefgreifenden Einfluss von Beethovens revolutionären Kompositionstechniken auf spätere Komponistengenerationen nachzuspüren. Seine individuellen und kraftvollen Interpretationen lassen diese faszinierenden, bisweilen vernachlässigten Meisterwerke in neuem Licht erscheinen.    

CD:   25.-
Vö :   23.8.2019

 

 

Sinfonien 1 & 9

Lucerne Festival Orchestra, Claudio Abbado


Die Aura letzter Dinge hing unweigerlich im Raum als Claudio Abbado am 26. August 2013 im KKL Konzertsaal des Lucerne Festivals ein Konzert mit Bruckners unvollendeter Neunter Symphonie dirigierte. An die dankende Geste des Dirigenten beim Schlussapplaus erinnern sich alle, die dabei waren, bis heute: Abbado legte die rechte Hand aufs Herz, mit jener sanft-ergebenen, freundlich blickenden Miene, die typisch war für diesen Star-Dirigenten ohne herrische Allüren. Die Ahnung, es könne dies das letzte Konzert Abbados gewesen sein, lag in der Luft. Und was für ein Konzerterlebnis dieses letzte Konzert und somit auch die letzte Aufnahme Claudio Abbados war! Ein Jahr zuvor, im August 2012, erlebte das Publikum des Lucerne Festival im KKL Bruckners Symphonie Nr. 1 in einer spektakulären Aufführung. Abbado entschied sich für seine Interpretation mit dem Lucerne Festival Orchestra für die heute unüblichere Wiener Fassung, die jedoch auch Bruckner selbst als letztgültige betrachtete. Im schlanken, gespannten Klang des Lucerne Festival Orchestra gewinnen die stürmischen musikalischen Entwicklungen eine elektrisierende Präsenz und Dringlichkeit. Zugleich gelingt es Abbado, in all der eckigen Unangepasstheit und dem schier vulkanischen Ausbruchscharakter dieser Musik, die Schlüssigkeit des Formentwurfs sinnfällig zu machen.

2 CDs:   30.-
Vö     :   23.8.2019

 

 

Sinfonie 1

Minnesota Orchestra, Osmo Vänskä


Die schimmernden Obertöne der Streicher in der Eröffnung von Gustav Mahlers Erster Symphonie erinnern an den schwebenden Frühlingshauch und haben bereits dem Uraufführungspublikum signalisiert, dass hier eine neue Ära des symphonischen Genres eingeläutet wird. Sehr schnell führt Mahler einige Spezifika seiner musikalischen Sprache ein: Naturgeräusche (hier Kuckucksrufe) werden mit quasi-militärischen Fanfaren und chromatischen Streifzügen in den Celli kombiniert, um Mahlers Sicht auf die Symphonie als allumfassende Kunst zu veranschaulichen.

Die Symphonie, die der Komponist ursprünglich mit dem Untertitel »Titan« versehen hatte, ist thematisch weitgehend dem Liederzyklus »Lieder eines fahrenden Gesellen« entlehnt. Mahler bezieht aber auch Elemente der mährischen Volksmusik ein (im zweiten Satz) und zitiert im langsamen dritten Satz eine Moll-Version des Kinderlieds »Bruder Martin« (auch bekannt als »Frère Jacques«). Das Finale entführt den Hörer in eine Welt großer Theatralik, die an die Grand Opera erinnert, bevor er - nach einer Reihe von Fehlstarts - zum heroischen choralartigen Ende der Symphonie gelangt.

Diese symphonische Welt wird hier vom Minnesota Orchestra und Osmo Vänskä als vierte Folge einer Reihe vorgestellt, die dem Team die Auszeichnung »...gehören zu den besten Sachwaltern von Mahlers Musik« auf der Website allmusic. com eingebracht hat.

CD:   25.-
Vö :   16.8.2019

 

 

Klavierkonzerte 1-5

Jan Lisiecki, Academy of St. Martin in the Fields


Der kanadische Starpianist Jan Lisiecki wurde für sein erfolgreiches Album mit Felix Mendelssohns Klavierkonzerten 1 und 2 von der Presse hochgelobt: »an impressive technique allied to a musical sensibility that is poetic, sensitive and even understated« (Washington Post). Nun veröffentlicht er mit der Academy of St Martin in the Fields sein neues Album auf Deutsche Grammophon Beethoven: Complete Piano Concertos zu Beginn des Beethoven-Jahres 2020. Der Pianist sieht in den fünf Konzerten keinen Zyklus im engeren Sinne: »Beethoven hat diese Werke sicher nicht zusammenhängend konzipiert. Dennoch gehören sie zusammen, denn sie zeigen ein unglaublich differenziertes Bild des Komponisten, angefangen mit den beiden ersten Konzerten, die noch das Erbe Mozarts verraten, über die so unterschiedlichen Werke Nummer drei und vier bis hin zum majestätischen Es-Dur-Konzert.« Lisiecki fasziniert diese Vielfalt, »weil hier alle wichtigen, teils gegensätzlichen Facetten Beethovens zusammenkommen«. Insbesondere das vierte Klavierkonzert von Beethoven hat eine ganz besondere Bedeutung für Jan Lisiecki: So sprang er 2013 kurzfristig in Bologna beim Orchestra Mozart Bologna unter Claudio Abbado ein, nachdem Martha Argerich absagen musste und debütierte vier Jahre später mit dem selben Werk in der Carnegie Hall mit dem The Philadelphia Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin. Oberste Prämisse für den Pianisten war bei dieser Aufnahme musikalische Klarheit. »Nur dann kann ein Hörer Beethovens Musik als die Summe unterschiedlicher Ideen auch nachvollziehen.« Damit wird dieses Album zu einem Meilenstein zu Beginn des Beethoven-Jahres 2020, und zeigt einmal mehr, dass sich Lisiecki längst einen Platz an der Spitze der klassischen Musikwelt erspielt hat.
»A sparkling performance that seems refreshingly spontaneous – yet is intellectually perfectly formed« – Der Tagesspiegel    

3 CDs:   45.-
Vö     :   13.9.2019

 

 

Concerti grossi op.6 Nr.1-6

Akademie für Alte Musik Berlin, Bernhard Forck


Die Neueinspielung der ersten sechs Concerti grossi, op. 6 von Georg Friedrich Händel bilden den Auftakt einer geplanten Händel-Trilogie der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung ihres Konzertmeisters Bernhard Forck. In den nächsten Veröffentlichungen werden die Concerti grossi, op. 6, Nr. 7–12 sowie die Concerti grossi, op. 3 folgen. Händel schrieb seine Konzertsammlung Opus 6 gegen Ende seiner Karriere 1739 in London als eine Art Hommage an die damals unglaublich populären Concerti grossi Corellis. Gleichzeitig ließ er aktuelle Entwicklungen in der Musik miteinfließen und versah die Konzerte mit einer sehr persönlichen, händelschen Note. Die Akademie für Alte Musik Berlin belegt auf ihrem zweiten Pentatone-Album, warum das 1982 gegründete Originalklang-Ensemble zu den besten Barockorchestern der Welt gehört: Mit unglaublicher Präzision, einem fein ausbalancierten Orchesterklang und der Erfahrung von fast 40 Jahren auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis ist die Akamus immer noch eine Referenz für erstklassige Interpretationen barocken Repertoires.

CD:   29.-
Vö :   2.8.2019

 

 

Trip to America

German Brass


German Brass, das erfolgreichste klassische Blechbläserensemble Europas, begibt sich mit perfekt abgestimmtem Sound und gewohnter Virtuosität erstmals auf eine musikalische Reise nach Amerika. So leicht und verspielt hat man German Brass dabei noch nie gehört! Mit im Gepäck: eigens arrangierte Werke von amerikanischen Großkomponisten wie Leonard Bernstein, George Gershwin, Aaron Copland, Samuel Barber und Cole Porter. Auf Trip to America interpretiert das ECHO-Gewinner-Ensemble die schönsten Stücke aus Gershwins Oper Porgy and Bess oder das weltbekannte Adagio for Strings von Barber. Mit dem Neuarrangement der drei Preludien Gershwins beleben sie das musikalische Amerika der 1920er Jahre. Man spürt die typische Charleston-Rhythmik, fühlt sich zurückversetzt in das pulsierende New York jener Zeit. Der Ort, an dem einige Jahre später in Manhattan Copland mit seinem Ballett Rodeo ein Stück amerikanische Musikgeschichte schreibt. Verspielt und jugendlich ertönt der bekannte Tanz Hoe-Down bei German Brass, und die besondere Atmosphäre jener Zeit wird beinahe plastisch. Ebenfalls in New York findet 1957 die Uraufführung von Bernsteins Musical West Side Story statt und mit dem Prologue des ersten Akts eine ganz besondere Neuinterpretation des Ensembles. Trip to America ist also nicht einfach nur ein Trip über den großen Teich, sondern auch eine einzigartige musikalische Zeitreise durch das Amerika des 20. Jahrhunderts.    

CD:   27.-
Vö :   6.9.2019

 

 

Playing The Room

Avishai Cohen (trumpet) & Yonathan Avishai


»Playing The Room« zeugt von der langen musikalischen Freundschaft zwischen Avishai Cohen und Yonathan Avishai. Als Teenager in Tel Aviv begannen sie den Jazz zu erforschen und spielten über viele Jahre hinweg zusammen, wobei Yonathan wichtige Beiträge zu Avishais Alben »Into The Silence« und »Cross My Palm With Silver« auf ECM leistete.

Ihr erstes Duoalbum beginnt mit einer Komposition des Trompeters und des Pianisten und endet mit einer berührenden Interpretation von Alexander Argovs Wiegenlied »Shir Eres«. Unterwegs improvisieren Avishai und Yonathan - frei, spielerisch, gefühlvoll - zu Themen der Jazzgeschichte. Und wie der Albumtitel andeutet, laden sie auch den Aufnahmeraum, das Auditorio Stelio Molo RSI in Lugano, ein, Teil des Klangs zu sein und seine resonanten akustischen Eigenschaften, in einer Performance mit der Intimität und dem Fokus der Kammermusik, voll auszuschöpfen.

CD:   25.-
LP :   35.-
Vö :   30.8.2019

 

 

Rubberband

Miles Davis


Vor 34 Jahren nahm Miles Davis ein besonderes Album auf. Es wurde jedoch nie veröffentlicht. Bis heute. 2019 kommt »Rubberband«.

Als Davis 1985 mit den Produzenten Randy Hall und Zane Giles in die Ameraycan Studios in Los Angeles ging und die Sessions für »Rubberband« begannen, entschied sich der amerikanische Jazz-Trompeter für eine gänzlich andere musikalische Ausrichtung als bisher: Funk und Soul. Unterstützung bekam der Musiker im Studio von den Keyboardern Adam Holzman, Neil Larsen und Wayne Linsey, dem Saxofonisten Glen Burris, Schlagzeuger Vince Wilburn, Jr. und dem Perkussionisten Steve Reid.

Nach den Aufnahmen wurde das Album jedoch nicht fertiggestellt. Stattdessen spielte Davis direkt sein nächstes Album »Tutu« ein. So gerieten die »Rubberband«-Songs weitestgehend in Vergessenheit.

Bis jetzt, denn die Produzenten Hall und Giles stellten das Album zusammen mit Davis’ Neffen Vince Wilburn, Jr. nach mehr als 30 Jahren nun endlich fertig.

Elf Stücke warten auf »Rubberband«, mit Gastbeiträgen von Sänger Randy Hall und den Sängerinnen Ledisi und Lalah Hathaway, die Töchter von Soulikone Donny Hathaway.

Das Cover des Albums zeigt ein Originalgemälde von Miles Davis aus der Zeit der Aufnahmen.

CD    :   25.-
2 LPs:   39.-
Vö    :   6.9.2019

 

 

Roma

Enrico Rava & Joe Lovano


Dieses Album, das im November letzten Jahres im Auditorium Parco della Musica in Rom aufgenommen wurde, dokumentiert die Begegnung des Dekans des italienischen Jazz, Enrico Rava, mit Joe Lovano, dem amerikanischen Tenorsaxophisten sizilianischer Herkunft. Rava und Lovano leiten ein temperamentvolles Quintett mit dem lyrisch spielenden Pianisten Giovanni Guidi, dem dynamischen Schlagzeuger Gerald Cleaver und dem aufstrebenden Star-Bassisten Dezron Douglas (der hier sein ECM-Debüt gibt).

Bekannte Stücke der beiden Bandleader bilden den Kern des Programms, darunter Enricos komplizierte »Interiors« und »Secrets« und Joes kraftvollen Texas-Blues »Forth Worth«, der an die Energien von Ornette und Dewey Redman erinnert. Das Programm endet mit einem ausgedehnten, starken Medley, das durch die Geschichte des modernen Jazz streift und dabei Lovanos »Drum Song«, John Coltranes »Spiritual« und den Standard »Over The Rainbow« vereint.    

CD:   25.-
Vö :   30.8.2019

 

 

Open Waters

Jacob Karlzon


Die Fingerspitzen legen sich sanft auf die Tasten. Vorsichtig sind die ersten Anschläge. Respektvoll, ob der Emotionen, die dieses Pianospiel auszulösen vermag. Langsam schält sich eine Melodie heraus. Ein sanfter Wellenschlag. Die Drums knistern leise im Hintergrund, als liefe man über einen Strand, der Küste entgegen hin zu »Open Waters«, deren Namen dieses Lied von Jacob Karlzon trägt. Es ist schwer, diesem Sog zu widerstehen, der einen mit jedem Tastenschlag näher ans Meer zieht. Ein Meer, das man nun zu sehen, zu riechen, zu hören, glaubt. Ein Meer, das einen plötzlich packt und ins Wasser zieht, tiefer hinein, bis man nichts mehr sieht als »Open Waters«, kein Land in der Ferne, auf das man zuschwimmen könnte. Ausgeliefert einer Urgewalt, die faszinierend und gefährlich zugleich sein kann.     

CD:   25.-
LP :   35.-
Vö :   29.8.2019     

 

 

Anatomy Of Angels: Live At The Village Vanguard

Jon Batiste


Nach seinem minimalistisch-zurückhaltenden Debütalbum gibt Batiste auf dem Nachfolger jetzt mächtig Gas. Mit einer knackig swingenden Band plus heißem Bläsersatz ließ er an sechs Abenden im legendären New Yorker Club Village Vanguard nichts anbrennen. Dabei bringt er u. a. den Klassiker »’Round Midnight« von seinem Idol Thelonious Monk zum Grooven und überzeugt mit fabelhaften, langen eigenen Nummern wie »Anatomy of Angels« und »Creative«.

Das Singen überlässt er diesmal der wunderbaren Rachael Price auf der Ballade »The Very Thought Of You«.    

CD:   25.-
LP:    35.-
Vö:   2.8.2019

 

 

James Carter Organ Trio: Live From Newport Jazz Festival 2018

James Carter


»Saxophonist James Carter zuzuhören, ist einfach umwerfend«, schrieb die Washington Post. Ob in einem intimen Club oder auf einer großen Festivalbühne - von leuchtend schönen Balladen über funky Workouts bis hin zu intellektuellen Post-Bops kann der in Detroit geborene Saxophonist die gesamte Jazzgeschichte in einem einzigen Set präsentieren.
Sein Debüt auf Blue Note »Live from Newport Jazz« ist gleichzeitig seine erste Neuerscheinung seit 2011. Auch die anderen Musiker stammen aus der »Motor City« Detroit: der Organist und langjährige Carter-Weggefährte Gerard Gibbs an der Hammond B-3 und Nachwuchsstar Alexander White am Schlagzeug komplettieren das James Carter Organ Trio. Ihr Live-Programm aus Newport umfasst sechs virtuose Aufnahmen von Kompositionen, die von Django Reinhardt stammen oder von ihm inspiriert wurden.

CD:   25.-
Vö :   30.8.2019

 

 

Oklahoma

Keb' Mo'


Der vierfache Grammy-Gewinner und Blues-Legende Keb' Mo' veröffentlicht sein neues Album »Oklahoma« bei Concord Records/Universal Music. Dies ist der Nachfolger des sehr erfolgreichen Albums TajMo, welches er mit Taj Mahal aufgenommen hat und einen Grammy Award bescherte.

Taj Mahal, Rosanne Cash, Robert Randolph, Jaci Velasquez und Keb' Mo's Frau, Robbie Brooks Moore sind als Gäste auf dem aktuellen Album dabei.


CD:   25.- 
LP :   35.- / 19.7           

 

 

Retronyms

Carlos Cipa


Mit seinem Album Retronyms vereint Carlos Cipa seinen Hintergrund als klassisch ausgebildeter Pianist und Komponist mit seinem Interesse für experimentelle Formen und Pop. Nach zahlreichen Live-Aktivitäten in den letzten Jahren, einer Reihe von Kollaborationen und Arbeiten im Bereich Film und Theater lud er für die acht Stücke verschiedene MusikerInnen in sein Studio. Auf Retronyms trifft Improvisation auf Kompositionskunst, akustische und teils außergewöhnliche Instrumente wie die Celesta auf elektronische Produktionsmethoden oder analoge Synthesizer. Zwischen der Avantgarde-Ästhetik vom Opener »fanfare« über das orchestrale »senna’s joy« hin zur abschließenden Improvisation »paon« hat Cipa seinen Ansatz als Komponist radikal erweitert. Jeder Ton auf diesem Album ist genau durchdacht und doch brilliert Retronyms durch eindringliche Lebendigkeit.    

CD:   25.-
LP :   35.-
Vö :   23.8.2019

 

 

Sun Rings

Kronos Quartett


Dass sich die NASA beim Agenten eines klassischen Streichquartetts meldet, mag man für unwahrscheinlich halten. Und dass es dabei um einen kreativen musikalischen Vorschlag geht, erst recht. Aber genau das geschah um das Jahr 2000: Der 25. Jahrestag des Starts der Raumsonde Voyager stand vor der Tür, und beim NASA Arts Programm war die Idee entstanden, aus den »Weltraumgeräuschen«, die von der Sonde zurück auf die Erde geschickt wurden, ein musikalisches Werk zu machen.

Das Kronos Quartett, das schon seit zwei Jahrzehnten mit dem amerikanischen Komponisten und legendären Minimal-Pionier Terry Riley zusammenarbeitete, stellte schnell die Weichen für ein heute legendäres Stück »Space Music«, das jetzt in der ersten vollständigen Aufnahme erscheint: Sun Rings für Streichquartett, Chor und vorproduzierte Weltraum-Sounds. Die Arbeit an dem Werk begann als akustisches Abenteuer: »Ich begann nach und nach zu hören, was tief in diesen rohen, körnigen Klängen verborgen sein könnte«, so Riley. Nach und nach entwickelten sich für ihn inhaltliche Ideen: »In einigen Sätzen des Werkes stellte ich mir vor, dass das Quartett symbolisch stellvertretend für eine Weltraumsonde durch das All, durch die Atmosphären unseres Sonnensystems reist. In einigen Fällen wurden melodische Fragmente, die ich aus den Klängen heraushörte, Ausgangspunkt für musikalische Themen.« Die Chorstimmen unterstreichen den menschlichen Aspekt dieser »Soundscapes«, wie Riley die zehn Sätze nennt. »Der Raum ist auch in meinem Werk das Reich der menschlichen Träume, der er für Dichter und Musiker schon immer war.« Ein klingendes Universum haben sich schließlich schon die antiken Philosophen vorgestellt …

CD:   27.-
Vö :   29.8.2019

 

 

Playing John Williams

David Helbock


Die Musik von John Williams solo am Klavier im Jazz-Gestus – in mehrerer Hinsicht passt dies zusammen: So besitzt der Filmkomponist selbst Jazzwurzeln. Während seines Klavierstudiums an der Juilliard School in New York hat er nebenbei in den dortigen Bars Jazz gespielt. Diese Prägung hört man bis heute, zum Beispiel in »Moonlight« aus dem Film Sabrina, ein waschechter Jazzsong. Zum anderen: »Natürlich hat Williams sich dann recht schnell zum klassischen Orchesterkomponisten entwickelt, aber für mich ist das Klavier an sich schon ein ganzes Orchester mit einem Füllhorn an Klangmöglichkeiten. Noch mehr, wenn ich meine Inside-Piano-Techniken einsetze, also Saiten mit der Hand abdämpfe, Akkorde auf den Saiten streiche oder das Innere des Klaviers als Perkussionsinstrument verwende«, schildert Helbock, dass Klavier und Orchester gar keine so großen Gegensätze sein müssen, wie man denken mag. Und so spielt der »Geschichtenerzähler am Klavier« (3sat) einen ganz anderen John Williams als wir es aus dem Kino gewohnt sind, bleibt im Kern aber dennoch ganz beim Großmeister der Filmmusik selbst. 

CD:   25.-
LP :   39.-
Vö :   30.8.2019       

 

 

Ballades

Ahmad Jamal


Den 1930 in Pennsylvania geborenen Ahmad Jamal muss man vermutlich nicht mehr vorstellen. Ein jeder, der sich mit dem Jazz beschäftigt, ist diesem Namen - zwangsläufig - schon begegnet. Mit 17 Jahren war der Piano-Virtuose bereits professioneller Musiker; er gründete Quartette und dann Trios, und den Durchbruch seiner Karriere erlebte er mit dem Album »At The Pershing« (1958). Das Album hielt sich unglaubliche 108 Wochen in den Billboard-Charts.

In den nächsten vier Jahrzehnten machte Jamal Ausflüge in die Elektronik und arbeitete im Gegenzug mit Streichern zusammen, um sich dann in den 80er und 90er Jahren wieder als Meister des akustischen Klaviertrios zu präsentieren. Die Alben, die er für das Birdology-Label aufnahm, vor allem die große Trilogie »The Essence«, sind zeitgenössische Jazz-Klassiker, und seine neueste Aufnahme bestätigt, dass er im Alter von 89 Jahren immer noch auf dem Höhepunkt seiner schöpferischen Kräfte bleibt. Folgerichtig erhielt Jamal, den Miles Davis mal als seine »größte Inspiration« beschrieb, für sein Lebenswerk den Lifetime Achievement Grammy Award.

Sein neues Album »Ballades« ist primär Ahmad Jamal solo am Klavier. Nur bei drei Stücken wird er vom Bassisten James Cammack begleitet.          

CD:   25.-
LP :   39.-
Vö :   13.9.2019

 

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